Am 10. und 11. September 2026 fand die Botschafterkonferenz Südwest des Europäischen Parlaments an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau statt. Insgesamt kamen rund 155 bis 160 Teilnehmende aus 24 Schulen zusammen, darunter Juniorbotschafterinnen und Juniorbotschafter sowie begleitende Lehrkräfte aus verschiedenen Bundesländern. Ziel der
zweitägigen Veranstaltung war es, sich über die Zukunft Europas auszutauschen, die Europäische Union besser kennenzulernen und neue Ideen für die europäische Arbeit an den eigenen Schulen zu sammeln. Als Vertreterinnen unserer Schule durften wir, Lara Hansen, Nayla Kniel, Pia Schumacher und Sünje Sieg mit unserer Seniorbotschafterin Frau Hartbrod teilnehmen.
Zu Beginn der Konferenz stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Da die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Schulen kamen und sich noch nie zuvor begegnet waren, bot das abwechslungsreiche Kennenlernprogramm eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Anschließend arbeiteten die Seniorbotschafter/-innen und Juniorbotschafter/-innen getrennt voneinander. Wir als Juniorbotschafter/-innen haben uns in Gruppen mit dem langfristigen Haushalt der Europäischen Union beschäftigt.
Dabei mussten wir unter Berücksichtigung von Ereignissen und den Meinungen unserer Mitspieler das Budget auf verschiedene Themengebiete aufteilen. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema konnten wir besser nachvollziehen, wie komplex solche Entscheidungen sind und welche Bedeutung sie für die Zukunft Europas haben.
Ein besonderes Highlight des ersten Tages war das Europacafé. Dabei haben die teilnehmenden Botschafterschulen ihre Projekte und Aktionen aus dem vergangenen Schuljahr vorgestellt. Durch die verschiedenen Präsentationen konnte man sehen, wie unterschiedlich Europa im Schulalltag vermittelt werden kann. Einige Schulen arbeiten mit interaktiven Angeboten, Spielen und Rätseln, während andere ihre Projekte zur politischen Bildung und zur Vermittlung europäischer Werte vorstellen. Besonders hat uns dabei die Möglichkeit, direkt mit anderen Juniorbotschafter/-innen ins Gespräch zu kommen und neue Ideen für die eigene Schule mitzunehmen, gefallen. Nach einem gemeinsamen Abendessen endete der Abend mit einem Europaquiz. In Teams haben wir verschiedene Fragen rund um Europa, seine Mitgliedstaaten und seine politischen Institutionen beantwortet.
Am zweiten Tag fand ein digitales Gespräch mit dem Europaabgeordneten Tiemo Wölken von der SPD. Für uns war dies eine interessante Gelegenheit, einen direkten Einblick in die Arbeit des Europäischen Parlaments zu erhalten und Fragen an einen politischen Entscheidungsträger zu richten. Im Gespräch wurden verschiedene aktuelle Themen der europäischen Politik angesprochen. Dazu gehörten unter anderem Maßnahmen gegen den Klimawandel, die Lobbyarbeit in der Europäischen Union sowie Möglichkeiten, wie
sich junge Menschen stärker in die europäische Politik einbringen können. Auch die Zukunft der Atomkraft in Europa wurde thematisiert. Durch die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen, konnten wir uns aktiv an der Diskussion beteiligen und unterschiedliche Aspekte europäischer Politik besser verstehen.
Zum Abschluss der Konferenz fand eine Reflexion statt, bei der wir zunächst in unseren jeweiligen Schulgruppen die vergangenen zwei Tage Revue passieren ließen. Dabei tauschten wir uns darüber aus, welche Eindrücke wir mitgenommen hatten, welche Programmpunkte uns besonders gefallen hatten und welche Ideen wir an unserer Schule
umsetzen möchten. Anschließend kamen alle Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Abschlussreflexion zusammen.
Hier wurden die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen der Konferenz gesammelt und geteilt. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich für Europa zu engagieren und europäische Themen im Schulalltag zu integrieren.
Alles in allem war es eine sehr interessante und motivierende Veranstaltung.


